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19.05.2015 / Inland / Seite 5

»Frauenberufe« aufwerten

In Kindergärten der Bundesrepublik hat die zweite Streikwoche begonnen. SPD-Chef schaltet sich in Debatte um bessere Bezahlung ein

Jana Frielinghaus

Die Entlohnung der Erzieherinnen, Erzieher und Beschäftigten von Sozialdiensten ist nicht nur ziemlich schlecht, wenn man sie etwa mit der in technischen Berufen vergleicht. Sie ist auch ungerecht: Ostdeutsche bekommen immer noch acht Prozent weniger Gehalt als westdeutsche Kolleginnen. Und obwohl fast 80 Prozent der Beschäftigten in der Kinderbetreuung Frauen sind, erhalten Erzieher nach Angaben der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im Schnitt 2.630 Euro brutto und damit 180 Euro bzw. sieben Prozent mehr als Erzieherinnen in Vollzeit. Weil es für immer mehr Kolleginnen nur noch Teilzeitstellen gibt, liegt ihr durchschnittliches Einkommen vielfach unter 2.000 Euro brutto. Hinzu kommt, dass fast alle deutlich mehr Stunden leisten, als in ihren Arbeitsverträgen stehen.

Es gibt also viele Gründe für die Erzieherinnen zu sagen: Es reicht. Zumal die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in bislang fünf Verhandlungsrunden kein Entgegenkomm...

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