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19.05.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Geopolitischer Faktor

Warum Griechenland in der Euro-Zone gehalten und vor der Pleite gerettet wird: Überlegungen des Finanzgurus Marc Faber

Rainer Rupp

Allen gegenteiligen Signalen zum Trotz, ein Rauswurf Griechenlands aus der europäischen Währungsunion kommt nicht in Frage. Allein wegen der strategischen und geopolitischen Bedeutung des Landes im neuen Kalten Krieg der NATO gegen Russland werde Athen in der Euro-Zone gehalten, urteilte der Finanzspekulant Marc Faber in einem Interview mit dem US-Wirtschaftsnachrichtensender CNBC. Dabei zeigte sich der Herausgeber des Gloom, Boom and Doom Report absolut überzeugt, dass man Griechenland aus wirtschaftlichen und politischen Überlegungen niemals erlauben werde, aus freien Stücken den Staatsbankrott zu erklären und damit einen radikalen Schnitt seiner längst untragbar gewordenen Schuldenlast zu erzwingen.

»Es geht um die EZB und die europäischen Banken, die Griechenland Geld geliehen haben. Wenn Griechenland zahlungsunfähig wird, müssten sie große Abschreibungen und Verluste hinnehmen. Deshalb werden sie dem Land am Ende doch wieder mehr Geld leihen und die ...

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