15.05.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Der EU-Plan bedroht den Frieden«

Unter der Syriza- Regierung werden Flüchtlinge an Griechenlands Meeresgrenzen nicht mehr zurückgedrängt, Sammellager wurden aufgelöst. Ein Gespräch mit Tasia Christodoulopoulou

Was haben Sie bei Übernahme ihres Ministeramts vorgefunden?

Im Grunde nichts, denn vor dem Wahlsieg von Syriza gab es kein Ministerium für Migrationspolitik in Griechenland. Statt dessen haben die Vorgängerregierungen versucht, dieses so wichtige politische und gesellschaftliche Problem mit Hilfe von Repression zu lösen. Vorhanden waren lediglich über diverse Ministerien verstreute Dienststellen: eine im Innenministerium, die für die Ausstellung und Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigungen von legalisierten Migranten zuständig war, zwei im Ministerium für Öffentliche Ordnung beziehungsweise Bürgerschutz, denen die Asylverfahren unterstanden, zwei weitere im Arbeitsministerium, zuständig für die Eingliederung von Migranten und die Verwaltung von Einrichtungen für die Unterbringung von Flüchtlingen, sowie eine im Gesundheitsministerium, die sich um ihre medizinische Versorgung kümmerte.

Seit 1990, als zum ersten Mal massiv Flüchtlinge in Griechenland ankam...

Artikel-Länge: 8329 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe