15.05.2015 / Ausland / Seite 6

Lonmin feuert wieder

Südafrika: Bergbaukonzern will 3.500 Kumpel in Platinförderung entlassen. Kaum Gegenwehr von zerstrittenen und geschwächten Gewerkschaften

Christian Selz

Die Fragen, die der südafrikanische Bischof Johannes Seoka am 30. April auf der Aktionärsversammlung der BASF in Mannheim stellte, wollten so gar nicht in die Feierlichkeiten zum 150jährigen Bestehen des Chemiekonzerns passen. Was sie bereit wären zu tun, um die Lebensverhältnisse derer zu verbessern, »die zu Ihrem Reichtum beitragen«, wollte der anglikanische Kirchenmann wissen. Ob sie »willens« wären, »zehn Prozent Aufschlag pro Unze Platin für die Bergarbeitergemeinschaften zu bezahlen, die in Slums leben«, wollte Seoka, dessen Diözese den Platingürtel im Nordwesten Südafrikas einschließt, weiterhin wissen. BASF ist einer der Hauptkunden des weltweit drittgrößten Platinproduzenten London Mining (Lonmin), vor dessen Marikana-Mine die südafrikanische Polizei am 16. Dezember 2012 innerhalb weniger Minuten 34 streikende Kumpel erschossen hatte. Als Seoka nun in Mannheim einen Entschädigungsfonds für die Hinterbliebenen forderte, ließ die Antwort des BASF-V...

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