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09.05.2015 / Inland / Seite 5

Niemand muss allein zum Amt

Verfahren gegen Hartz-IV-Helfer in Offenbach eingestellt. Diese wehren sich gegen Hausverbot

Gitta Düperthal

Christine Zoschke, Richterin am Offenbacher Amtsgericht, hatte schon früh deutlich gemacht, dass sie Öffentlichkeit bei diesem Verfahren nicht besonders schätzt. Denn sie hatte einen kleinen »Saal« gewählt für eine Verhandlung am Donnerstag gegen zwei sogenannte Hartz-IV-Helfer, denen Hausfriedensbruch in einem Jobcenter vorgeworfen wurde. Nur acht Personen passten in den Raum, die dreifache Menge interessierter Prozessbeobachter aber hatte auf dem Gerichtsflur gewartet. Viele Hartz-IV-Bezieher besuchen stets engagiert Verhandlungen, die sich um Probleme mit Jobcentern drehen: Zum einen, weil sie deren Schikanen vielfach in eigener Sache erleben mussten; zum anderen, um sich solidarisch mit ebenfalls Betroffenen zu zeigen.

Doch dann wurde ganz ohne Öffentlichkeit ein langes Vorgespräch geführt. Es wurde erörtert, ob die Angeklagten – einer Mitglied des Vereins »SGB 2 Dialog«, der andere der »Hartz-IV-Hilfe Offenbach« – den Hausfrieden des Jobcenters »Main...

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