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06.05.2015 / Ansichten / Seite 8

Selbst eingebrockt

Konzerne jammern über GDL-Streik

Daniel Behruzi

Jammern konnten die Unternehmer schon immer gut. Ob Mindestlohn, Energiewende oder Erbschaftssteuer – stets ist der »Standort Deutschland« in Gefahr. So auch jetzt wieder. Die Wirtschaftslobbyisten spucken Gift und Galle über den 138-Stunden-Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Güterverkehr. »Die erneute Eskalation im Tarifstreit bei der Bahn schadet dem Industriestandort Deutschland massiv«, so beispielsweise Dieter Schweer vom Bundesverband der Deutschen Industrie. »Die Folge sind leere Lager, unterbrochene Wertschöpfungsketten und Produktionsausfälle in zahlreichen Industriebranchen.«

Nun wird die deutsche Industrie nicht gleich zusammenbrechen. Schließlich laufen lediglich 17 Prozent des Güterverkehrs über die Schiene. Und wenn in dem einen oder anderen Werk am Ende der Woche tatsächlich Teile fehlen, haben sich die Konzerne das selbst zuzuschreiben – und das in mehrfacher Hinsi...

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