05.05.2015 / Ausland / Seite 6

Streubomben und Blockade

Saudi-Arabien hungert den Jemen aus, aber lässt Nachschub für Al-Qaida durch

Knut Mellenthin

Am Sonntag verbreitete Meldungen über den Einsatz von 40 bis 50 Mann einer saudiarabischen Spezialtruppe in der südjemenitischen Hafenstadt Aden waren offenbar falsch. Sie wurden nicht nur von Militärvertretern in Riad dementiert, sondern auch vom Sprecher der »Southern Popular Resistance« zurückgenommen, von dem das Gerücht ursprünglich ausgegangen war.

Die angebliche Entsendung einer Aufklärungsmission in das umkämpfte Aden war als möglicher Beginn einer Bodenoffensive der Saudis und ihrer Verbündeten interpretiert worden. Diese Spekulationen wurden dadurch genährt, dass der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi sich am Sonnabend zu einem Arbeitsbesuch in Riad aufgehalten hatte und mit König Salman zusammengetroffen war. Das hochgradig von saudischen Subventionen abhängige Ägypten gilt als wichtigster Entsendestaat von Truppen für eventuelle Bodenoperationen im Jemen.

Saudi-Arabien hatte am 26. März den Beginn einer Militärintervention im Nachbarlan...

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