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04.05.2015 / Ansichten / Seite 8

Sonntagsreden

Staatsdoktrin Antifaschismus?

André Scheer

Das Gedenken an die Opfer des Faschismus ist 70 Jahre nach der Befreiung scheinbar zur Staatsdoktrin geworden. Nachdem es über Jahrzehnte kein Bundeskanzler für notwendig gehalten hatte, zu den Gedenkfeiern in Dachau und an anderen Orten der Naziverbrechen zu kommen, ehrten am Sonntag Angela Merkel und Horst Seehofer die von den Faschisten Ermordeten und die Überlebenden. Ein spätes, aber wichtiges Zeichen der Erinnerung.

Das offizielle deutsche Gedenken ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Am 1. Mai wurde in München aus Anlass des 70. Jahrestages der Befreiung der bayerischen Landeshauptstadt durch die US-Armee ein Dokumentationszentrum über die NS-Diktatur als »Lern- und Erinnerungsort« eingeweiht. Doch mit richterlicher Genehmigung konnten Neonazis während der Eröffnung in Hörweite ihre Parolen schreien und provozieren. Der Nazikollaborateur Stepan Bandera hat auf dem Münchner Friedhof noch immer ein Ehrengrab, das zur Pilgerstätte ukrainisch...

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