30.04.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Fragen bleiben

Was der ARD-Film zu MH 17 (nicht) bewiesen hat

Reinhard Lauterbach

Die ARD hat einigen Aufwand getrieben, um den Flug MH17 vom 17. Juli 2014 zu rekonstruieren. Das Ergebnis der am Montag abend ausgestrahlten »Story im Ersten: Todesflug MH 17 – Warum mussten 298 Menschen sterben?« läuft auf die These hinaus, der Abschuss sei ein tragisches Versehen gewesen: Die Aufständischen im Osten seien womöglich durch einen Sympathisanten am Flughafen Dnipropetrowsk per SMS vor dem bevorstehenden Start eines ukrainischen Kampfflugzeugs gewarnt worden. Der Flugbegleiter sei am selben Tag von Sicherheitskräften verhaftet worden; aus dem Kontext geht hervor, dass er »kooperiert« habe. Aus Eintragungen in sozialen Netzwerken auf Seiten der Aufständischen ergibt sich, dass zunächst über den Abschuss eines ukrainischen Militärflugzeuges gejubelt wurde. Im weiteren Verlauf des Films werden abgehörte Telefongespräche aus dem Hinterland der Aufständischen zitiert, in denen die Beteiligten feststellen, dass »es total schiefgelaufen« sei.

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