29.04.2015 / Titel / Seite 1

Zorniger Protest in Baltimore

Unruhen nach Beerdigung von ermordetem Afroamerikaner. Ausnahmezustand verhängt

Jürgen Heiser

Nach zornigen Protesten im Anschluss an die Beerdigung des jungen Afroamerikaners Freddie Gray zogen am Montag dunkle Wolken über Baltimore im US-Bundesstaat Maryland. Sie stiegen von brennenden Streifenwagen, Barrikaden und Gebäuden auf. Gouverneur Larry Hogan verhängte noch am Abend den Ausnahmezustand über die Hafenstadt und sprach von »Gangs und Schurken«, die dafür verantwortlich seien. Hogan meint damit indes nicht die Polizisten, die Freddie Gray bei seiner Festnahme am 12. April das Genick gebrochen hatten, woran er eine Woche später starb. Hogans Kritik galt vielmehr den aufgebrachten schwarzen Bürgern der Stadt, die seit über einer Woche erfolglos für die Verhaftung der uniformierten Täter demonstrieren.

Zur Eindämmung der heftigen Proteste alarmierte Hogan die Nationalgarde und erließ eine Urlaubssperre für alle Sicherheitskräfte. Bürgermeisterin Stephanie Rawlings-Blake verhängte zusätzlich ab Dienstag abend 22 Uhr (Ortszeit) für zunächst eine...

Artikel-Länge: 3027 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe