28.04.2015 / Titel / Seite 1

Gefahr verschwiegen?

Fernsehdokumentation belastet Bundesregierung im Fall des über der Ostukraine abgeschossenen Malaysia-Airlines-Fluges MH17

Reinhard Lauterbach

Die Bundesregierung soll die zivilen Luftfahrtgesellschaften im Juli 2014 nicht vor der konkreten Abschussgefahr über dem Donbass gewarnt haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Recherche von Reportern von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung. Der entsprechende Film wurde am späten Montag abend in der ARD ausgestrahlt. Wie die Süddeutsche Zeitung vorab berichtete, hatten der Auslandsgeheimdienst BND und die Botschaft in Kiew die Bundesregierung auf die erhöhte Gefahr aufmerksam gemacht, nachdem zwei Tage vor dem Abschuss der malaysischen Boeing die ostukrainischen Aufständischen ein ukrainisches Transportflugzeug in 6.500 Metern Höhe abgeschossen hatten. Das war oberhalb der Höhe, die mit kleinen schultergestützten Raketen erreicht werden kann, und deutete darauf hin, dass in der Region leistungsfähigere Flugabwehrraketen vorhanden waren. Auch die Ukraine hatte den Luftraum nur bis auf 10.000 Metern gesperrt, also unterhalb der Höhe, in der normal...

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