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28.04.2015 / Schwerpunkt / Seite 4

Mammutbehörde zum Selbstzweck

Umschichtung: Hartz-IV-Verwaltungsapparat schröpft das Bundesbudget, für Erwerbslose bleibt immer weniger übrig

Susan Bonath

Die Verwaltung der Armut in Deutschland ist kein günstiges Unterfangen: Überwacht, reglementiert und sanktioniert wird nach einem Gesetz voller Kann-Bestimmungen, und ständig gibt es neue Dienstanweisungen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Wie eine aktuelle Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion (liegt junge Welt vor) besagt, kostete der Hartz-IV-Apparat im vergangenen Jahr 1.069 Euro pro »erwerbsfähigem« Leistungsberechtigten. Das sind 53 Euro mehr als im Vorjahr und 129 Euro mehr als 2011 – ein Höchststand seit der Einführung der Agenda 2010 im Januar 2005. Springers Bild skandalisierte dies am Montag zulasten der Erwerbslosen und Aufstocker. Letztere – das Blatt diskreditierte sie wie gewohnt als »Stütze-Empfänger« – würden »für den Steuerzahler immer teurer«.

Tatsächlich betreiben die Jobcenter mangels genügend Stellenangeboten einen immer größeren Aufwand, um Hartz-...

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