24.04.2015 / Inland / Seite 5

Staatsexamen entsorgt

Lehramtsanwärtern in Nordrhein-Westfalen droht Rauswurf aus der Uni, weil sie nach altem System studieren. Betroffene wehren sich mit Unterschriftenkampagne

Ralf Wurzbacher

Pech gehabt – umsonst studiert. Tausende Lehramtsanwärter in Nordrhein-Westfalen (NRW) müssen ihre Ausbildung möglicherweise erzwungenermaßen beenden. Weil nach der neuen Prüfungsordnung das Staatsexamen nur noch ein Auslaufmodell ist, sollen die nach dem alten System Studierenden bis spätestens 2017 aus den Hochschulen des Landes »entsorgt« werden. Die Betroffenen wollen das nicht hinnehmen und setzen sich mit einer Unterschriftenkampagne zur Wehr. In einem offenen Brief haben sie sich am Mittwoch an das Wissenschafts- und an das Schulministerium gewandt. Sie fordern sie auf, nicht mehr mit Rauswurf zu drohen und die entsprechenden Fristen aufzuheben.

Im Jahr 2011 wurde das Lehramt in NRW auf den zweistufigen Bachelor/Master-Modus nach den Vorgaben der Bologna-Studienstrukturreform umgestellt. Für die verbliebenen Anwärter auf ein Staatsexamen traten Übergangsregelungen in Kraft. Sie dürfen die Regelstudienzeit (je nach angestrebter Schulform siebe...

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