Gegründet 1947 Freitag, 29. Mai 2020, Nr. 124
Die junge Welt wird von 2295 GenossInnen herausgegeben
22.04.2015 / Inland / Seite 4

Braune »Volksfront«

Sachsen-Anhalts Neonazis formieren sich. In Bitterfeld eskaliert die Gewalt. Rassistische Übergriffe nehmen zu

Christina Müller

Weltweite Krisen verschärfen sich, die Flüchtlingszahlen wachsen, und die deutsche Linke ist vor allem eins: sich uneins. Das spielt Rechten in die Hände. In Sachsen-Anhalt scharen Neonazis mit wachsendem Erfolg Unzufriedene um sich. Nach fremdenfeindlichen Demonstrationen und einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Tröglitz vor einigen Wochen eskalieren Rassismus und Gewalt auch andernorts.

Am Montag abend patrouillierte die Polizei mit einem Großaufgebot in Bitterfeld. Sie hatte »schwere Auseinandersetzungen zwischen rechtsextremen und linken Demonstranten« in der 15.000-Einwohnerstadt befürchtet. Anders, als in den vergangenen Wochen, blieb es diesmal ruhig. Ein Zeichen für »Entspannung« war dies nicht.

Ausgangspunkt war die Bitterfelder »Mahnwache für den Frieden«, die sich seit dem vorigen Jahr montäglich mit einigen dutzend Personen auf dem städtischen Marktplatz versammelt. Linke hatten dagegen protestiert, weil sie unter den Teilnehmern auc...

Artikel-Länge: 4266 Zeichen

Dieser Beitrag gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Bitte tragen auch Sie mit einem Onlineabo dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €