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22.04.2015 / Feuilleton / Seite 11

Beim Kotzen auf das Timing achten

Berserker oder Witzfigur – Chris Rocks neuer Film »Top Five« über die Rollen von Afroamerikanern in der Unterhaltungsindustrie

Peer Schmitt

»What’s Gucci, my nigga? / What’s Louie, my killa? / What’s drugs, my dealer? / What’s that jacket, Margiela?«

Kanye West, »Niggas in Paris«

 

Wieder einmal die Nacht vor der Hochzeit. Kennt die Gesellschaftskomödie ein gewichtigeres Sujet? Kaum. In der Nacht vor der Hochzeit kommt alles auf den Tisch, was doch besser im Schrank versteckt geblieben wäre. Um eine solche Nacht geht es auch in »Top Five«, dem neuen Film von Chris Rock. Er hat das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und spielt die Hauptrolle.

Es ist so eine Art Comedy-Rap-Version von »8 ½« (Fellini, 1963). Oder von »Stardust Memories«, »Deconstructing Harry« und »Celebrity« (Woody Allen, 1980, 1997 und 1998). Dazu kommen eine Spur Richard-Linklater-Bettkantengekabbel (Chris Rock hat nicht umsonst in Julie Delpys »Two Days in New York« mitgespielt) und natürlich eine Menge oft doch recht rabiater Witze. Unzählige Stand-up-Comedy-Kollegen von Chris Rock balgen sich in Ne...

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