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17.04.2015 / Thema / Seite 12

Verquere Fronten

Vor 40 Jahren eroberten die Roten Khmer die Macht in Kambodscha. Die brutale Pol-Pot-Despotie (1975-79) verdankte sich nicht zuletzt der Politik der USA und wurde von verschiedenen Seiten protegiert

Rainer Werning

Am 17. April 1975, zwei Wochen vor der desaströsen Niederlage der USA in Vietnam und dem Fall Saigons, marschierten im Nachbarland Kambodscha die in Schwarz und mit rotweißen Halstüchern gekleideten Truppen der Roten Khmer unter dem Jubel der Bevölkerung in die Hauptstadt Phnom Penh ein. Vorbei war die verhasste Militärherrschaft unter dem damaligen Premier- und Verteidigungsminister Lon Nol, der sich 1970 mit Hilfe der CIA an die Macht geputscht und den im Ausland weilenden Staatschef Prinz Norodom Sihanouk abgesetzt hatte. Die weltweit antiimperialistischen Kräfte feierten die Ereignisse in Kambodschas Hauptstadt und wenige Tage darauf in Saigon als das langersehnte Heraufziehen einer Morgenröte.

Im April 1975 begann in Kambodscha lediglich der zweite von drei Akten der Tragödie eines blutigen Jahrzehnts, deren erster Akt seinen Ausgang im Frühjahr 1970 mit dem Putsch Lon Nols und dem kurz darauf erfolgten Einmarsch US-amerikanischer Kampftruppen und ve...

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