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15.04.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Tragödie von Jarmuk

Karin Leukefeld, Damaskus

Jarmuk im Süden der syrischen Hauptstadt ist in den vergangenen Tagen angesichts heftiger Kämpfe in die Schlagzeilen der internationalen Medien gerückt. Begonnen hat die Tragödie dort im Jahr 2011, als die palästinensische Hamas beschlossen hatte, den von islamistischen Kräften wie der Muslimbruderschaft forcierten bewaffneten Aufstand in Syrien gegen die Regierung zu unterstützen. In dem Damaszener Stadtteil lebten zu dem Zeitpunkt fast eine Million Menschen, darunter etwa 180.000 registrierte palästinensische Flüchtlinge.

Unter den Palästinensern war die Debatte zunächst politisch geführt worden. Die mit der Hamas verbundene oder sympathisierende Fraktion war für eine Beteiligung an den Protesten gegen Präsident Baschar Al-Assad, dazu gehörte explizit auch der Griff zu den Waffen. Andere, vor allem jüngere Palästinenser, die den Wunsch nach Reformen mit den Syrern teilten, beteiligten sich an Demonstrationen. Als Forderungen nach einer ausländischen Int...

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