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14.04.2015 / Inland / Seite 8

»Eigentlich ist seitdem kaum etwas geschehen«

Vor fünf Jahren wurde Heckler & Koch wegen illegaler Waffenexporte nach Mexiko angezeigt. Ein Gespräch mit Samuel Weber

Peter Wolter

Samuel Weber ist Verantwortlicher der Gruppe »Sin Rostro« (Ohne Gesicht), die sich der Solidarität mit den Unterdrückten in Mexiko widmet

 

Vor kurzem ist der Skandal hochgekocht, dass das Sturmgewehr G36 der Firma Heckler & Koch aus Oberndorf am Neckar nicht richtig schießen soll. Viel älter ist aber der Skandal, dass diese Standardwaffe der Bundeswehr gesetzwidrig auch nach Mexiko geliefert wird. Die Anzeige liegt der Staatsanwaltschaft seit fünf Jahren vor, was ist seitdem geschehen?

Eigentlich kaum etwas. Nachdem der Friedensaktivist Jürgen Grässlin am 19. April 2010 diese Anzeige erstattet hatte, hat die Staatsanwaltschaft einige Hausdurchsuchungen bei der Firma Heckler & Koch GmbH sowie in mehreren Privatwohnungen vorgenommen. Außerdem hat es etliche Vernehmungen von Beteiligten und von Zeugen gegeben. Das war es aber auch schon.

Seit 2014 liegt außerdem noch ein Untersuchungsbericht des Zollkriminalamtes vor. Darin wird bestätigt, dass Abertausende...

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