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02.04.2015 / Inland / Seite 5

Unter Druck putzen

Reingungskräfte wehren sich gegen miese Arbeitsbedingungen. IG BAU fordert Tarifvertrag gegen Leistungsverdichtung

Daniel Behruzi

Billig, billiger, am billigsten. Dies ist das Motto privater Reinigungsfirmen bei Ausschreibungen. Stundensätze von 15 oder 16 Euro pro Reinigungskraft sind keine Seltenheit. Leidtragende sind die Beschäftigten. Ihnen steht zwar ein allgemeinverbindlicher tariflicher Mindestlohn zu. Zum einen ist dieser mit 9,55 Euro pro Stunde im Westen und 8,50 Euro im Osten aber sehr niedrig. Zum anderen drehen die Unternehmen immer stärker an der Leistungsschraube. Dagegen setzen sich die Betroffenen nun zur Wehr. Ihre Gewerkschaft, die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat den Bundesinnungsverband des Gebäudereinigerhandwerks zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag gegen Leistungsverdichtung aufgefordert.

2009 hat die Baugewerkschaft mit einem aufsehenerregenden Arbeitskampf gezeigt: Auch in der Reinigungsbranche sind Streiks möglich. Doch seither sind die Verhältnisse nicht besser, sondern schlechter geworden. Die Lohnabschlüsse der vergangenen Jahre seien »nicht so d...

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