01.04.2015 / Ausland / Seite 6

Mumia im Krankenhaus

Jeder Kontakt mit Angehörigen, Verteidigern und Unterstützern wird dem auf die Intensivstation verlegten Gefangenen verweigert.

Jürgen Heiser

Der zu lebenslanger Haft verurteilte US-Journalist und politische Gefangene Mumia Abu-Jamal wurde am Montag mittag, 13 Uhr (Ortszeit) als »medizinischer Notfall« auf die Intensivstation des Schuylkill Medical Center in Pottsville, Pennsylvania, verlegt. Weder Angehörige, Freunde noch Verteidigung waren davon in Kenntnis gesetzt worden. Im US-Nachrichtenprogramm Democracy Now! erklärte Abu-Jamals langjährige Unterstützerin Johanna Fernández, sie habe eher zufällig von seiner Verlegung erfahren, als sie ihn am Montag morgen besuchen wollte. Nach dem letzten Telefonat mit Abu-Jamal in der vergangenen Woche sei sie über seinen Gesundheitszustand sehr besorgt gewesen und habe sich spontan zu diesem Besuch entschlossen. Bei ihrer Ankunft im Gefängnis sei ihr jedoch eröffnet worden, dass der Besuch nicht stattfinden könne, so Fernández. »Man sagte uns, er habe einen diabetischen Schock erlitten und sei ins Krankenhaus verlegt worden.« Wie ein Arzt auf Befragen g...

Artikel-Länge: 4119 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe