23.03.2015 / Ansichten / Seite 8

Keine Entwaffnung

Zu Öcalans Newroz-Erklärung

Nick Brauns

Türkische Medien feierten Abdullah Öcalans Newroz-Erklärung, in der dieser die Völker im Nahen Osten zu Frieden und Geschwisterlichkeit aufrief, als »historisch«. Erstaunen kann Öcalans Botschaft allerdings nur diejenigen, die den Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistans PKK bislang als »Terroristenboss« und »Babymörder« ansahen. Denn wer die Politik der Partei ohne Scheuklappen verfolgt, wird eine Kontinuität bis zurück zur Verkündung ihres ersten Waffenstillstandes im Jahr 1993 erkennen. Schon damals hatte die PKK das Ziel eines unabhängigen Staates zugunsten einer demokratischen Lösung im Rahmen der Türkei aufgegeben.

Doch ihr Verhandlungspartner, Staatspräsident Turgut Özal, starb kurz darauf – vermutlich vergiftet von nationalistischen Gegnern einer Aussöhnung mit den Kurden. Nach seiner Verschleppung 1999 auf die Gefängnisinsel Imralı rief Öcalan die Guerilla zur Einstellung des bewaffneten Kampf...

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