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21.03.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Washington bremst Schäuble

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Minister Dijsselbloem fordert die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen. Damit nicht noch das letzte Geld Griechenland verlässt, sagt er. Der niederländische Sozialdemokrat ist Sprecher der Euro-Gruppe der EU-Finanzminister und folgt den Hinweisen aus Schäubles deutschem Ressort bedingungslos. Dennoch ist er wahrscheinlich nicht so dumm, dass er nicht weiß, was er tut. Er verjagt mit solchen Bemerkungen das letzte Geld aus den griechischen Banken, entweder ins Ausland oder unter die Matratze.

Warum heizen Schäuble und – vermutlich auf dessen Weisung hin – Dijsselbloem die Krise an und reden davon, dass Griechenland sozusagen aus Versehen pleite gehen könnte? Sie haben aus politischen Gründen Angst davor, dass die griechische Regierung zu einem Miniteilerfolg kommt, wie er im vage formulierten Abkommen mit der Euro-Gruppe vom 20. Februar vereinbart wurde. Danach hätte Athen vier Monate Zeit gehabt, um einen Plan zur Verbesserung der öffe...

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