20.03.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Brasilien fällt trocken

Zum Weltwassertag: Leere Stauseen in Rio und São Paulo. Wissenschaftler machen Klimawandel durch Amazonas-Abholzung verantwortlich

Norbert Suchanek, Rio de Janeiro

Am Sonntag ist Weltwassertag. Ein nachhaltiger Umgang mit einer der wichtigsten natürlichen Ressourcen steht dabei im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen, Diskussionen und Aktionen der Vereinten Nationen sowie regionaler und nationaler Organisationen. Auch fällt der Blick an diesem Tag auf Problemregionen. Zu denen gehören nicht nur Gebiete Afrikas und des Nahen Ostens. Auch Brasilien, besonders der dortige Südosten, durchlebt seit 1992 eine Wasserkrise. Eine Region mit 85 Millionen Einwohnern und den Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro liegt bildlich gesprochen auf dem Trockenen. Die Stauseen sind fast leer, in einigen Vorstädten São Paulos wird das kostbare Nass bereits rationiert. Am Zuckerhut droht dies spätestens ab August – wenn nicht noch der erhoffte Regen kommt. Wissenschaftler sehen dies als erste Anzeichen eines Klimawandels durch Amazonas-Abholzung.

Verdorbene Lebensadern

Südostbrasilien ist die Heimat des atlantischen Regenwalde...

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