03.03.2015 / Ausland / Seite 7

»Exempel« wird neu verhandelt

Schwarzer Aktivist geht in den USA gegen seine Verurteilung wegen Wahlbetrugs vor

Jürgen Heiser

Ein Gericht in Berrien County, Michigan, hat am vergangenen Freitag den Fall eines weit über den US-Bundesstaat hinaus bekannten politischen Aktivisten neu beraten. Der Afroamerikaner Edward Pinkney aus der Kleinstadt Benton Harbor gerät wegen seines mutigen Auftretens gegen Rassismus, Polizeigewalt und Korruption in der Politik seit vielen Jahren immer wieder ins Fadenkreuz von Polizei und Justiz. Zuletzt war der Sprecher des »Black Autonomy Network Community Organization« (BANCO) im November 2014 wegen »Wahlbetrugs« verurteilt worden. Seitdem sitzt er im Staatsgefängnis von Marquette, Hunderte Meilen von Benton Harbor entfernt am anderen Ende Michigans.

Zweieinhalb bis zehn Jahre Haft lautete das Urteil. Das bedeutet, dass Pinkney bei guter Führung nach 30 Monaten freikommen könnte, er aber ohne weitere Verhandlung auch für die gesamten zehn Jahre hinter Gittern bleiben kann. Verurteilt worden war der streitbare Aktivist, weil er angeblich »in fünf Fäll...

Artikel-Länge: 4415 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe