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24.02.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ominöse Liste

Verzögern, taktieren, einschüchtern: Das Ringen zwischen Athen und Brüssel geht weiter. Euro-Finanzminister wollen heute über griechische »Reformvorschläge« beraten

Dieter Schubert

Griechenlands Regierung versprühte am Montag Optimismus. Eine am Freitag von den Euro-Finanzministern gefordert »Liste« mit »Reformvorschlägen« aus Athen sei fast fertig. Darin habe man u. a. Maßnahmen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung und der Korruption, aber auch zur Entlastung der notleidenden Griechen aufgeschrieben, sagte Regierungssprecher Gavriil Sakellarides am Montag im griechischen Fernsehen. »Wir diskutieren mit den Partnern, damit die Liste akzeptiert wird. Wir hoffen, dass es keine Komplikationen gibt«, zitierte ihn die Nachrichtenagentur dpa. Das Papier sollte noch am selben Tage in Brüssel vorgelegt und dort von Vertretern der Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds (ehemals Troika, jetzt als »die Institutionen« bezeichnet) geprüft werden. Im Falle der Zustimmung ist für den heutigen Dienstag eine Telefonkonferenz der zuständigen Minister geplant.

Der vergangene Woche in Brüssel vereinbarte Kompro...

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