24.02.2015 / Inland / Seite 5

Dienstnummern »illegal ermittelt«?

Piratenpartei musste Jobcenter-Telefonliste vorläufig von Webseite nehmen

Susan Bonath

Will man eine Behörde kontaktieren, reicht normalerweise ein Blick ins Telefonbuch. Bei Jobcentern ist das anders. Viele dieser Ämter schotten sich ab. Sachbearbeiter sind nicht telefonisch erreichbar, Anfragen können ausschließlich über teils kostenpflichtige Hotlines gestellt werden. Das kann bei existentiellen Problemen zu folgenschweren Verzögerungen führen. Die Piratenpartei wollte das ändern. Anfang 2014 übernahm sie eine Telefonliste mit Durchwahlen verschiedener Jobcenter vom Sozialrechtler Harald Thomé, stellte sie ins Internet, führte sie weiter. Doch seit Anfang Februar ist sie verschwunden. Denn es gibt Ärger mit dem Berliner Datenschutzbeauftragten.

»Wir haben den Verdacht, dass einige Telefonnummern nicht legal erworben wurden, und deshalb ein Bußgeldverfahren eingeleitet«, erklärte der stellvertretende Pressesprecher der Datenschutzbehörde, Joachim-Martin Mehlitz, am Montag auf jW-Nachfrage. Legal sei es, die Daten über eine Anfrage nach de...

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