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24.02.2015 / Ausland / Seite 6

Assad im Aufwind

Bisherige arabische Einheitsfront gegen die syrische Regierung bröckelt

Gerrit Hoekman

Die Antwort aus Damaskus auf den türkischen Panzer-Schnellangriff über syrisches Territorium zur Rettung einiger alter Knochen und deren drei Dutzend Bewacher vom Wochenende (jW berichtete) war knurrig, aber keinesfalls furchterregend. Die Aktion sei eine »eklatante Aggression«, ließ das syrische Außenministerium wissen. Die Assad-Regierung ist besonders erbost darüber, dass die Türkei nicht vorher um Erlaubnis gebeten hat, sondern das syrische Konsulat nur informierte. Das Vorgehen verstoße gegen den Vertrag, der seit 1921 den Status der kleinen türkischen Enklave in Syrien regelt.

Nach Lage der Dinge ist mit einer weiteren Reaktion aus Syrien nicht zu rechnen. Präsident Baschar Al-Assad ist viel zu sehr Überlebenskünstler, als dass er sich wegen eines osmanischen Schreins mit der Türkei anlegen würde. Zumal die syrische Armee auf die nördliche Grenzregion am Euphrat praktisch keinen Zugriff mehr hat. Dort stehen sich kurdische Einheiten und der »Islamis...

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