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21.02.2015 / Thema / Seite 12

Streiter gegen Rassismus

Vor 50 Jahren wurde der radikale afroamerikanische Bürgerrechtler Malcolm X erschossen. Die Hintergründe des Mordkomplotts sind bis heute nicht aufgeklärt

Jürgen Heiser

Im Februar 1965 hielt sich der muslimische Afroamerikaner El-Hajj Malik El-Shabazz – international besser bekannt als Malcolm X – zu Besuch in London auf, wo er auf Einladung der »African Society« am 11. Februar im Old Theatre der »London School of Economics« eine Rede halten sollte. Sein Thema waren nicht, wie erwartet, die Bürgerrechte in den USA, sondern er sprach über die globalen Menschenrechte und dass der schwarze Befreiungskampf nicht auf die USA beschränkt werden dürfe, vielmehr »internationalisiert statt ghettoisiert«1 werden müsse. Leidenschaftlich beteuerte er seine Bereitschaft, mit allen, die offen seien für seine Ideen, ungeachtet ihrer Vorfahren, ihrer Hautfarbe und ihres Glaubens, zusammenzuarbeiten.

Am 12. Februar machte Malcolm X spontan einen Abstecher in den Ort Smethwick im Ballungsgebiet Black Country nordwestlich von Birmingham. Der Name Black Country stammte noch ...

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