21.02.2015 / Ausland / Seite 6

Kiews Kellerleichen

Neue Berichte über die Maidan-Gewalt vor einem Jahr

Reinhard Lauterbach

Die rund 100 Toten in der Schlussphase des Kiewer Euromaidan sind die Grundlage des Kiewer »Revolutions«-Mythos. Als »himmlische Hundertschaft« verklärt, sind sie in der offiziellen Ukraine Gegenstand eines anhaltenden Totenkults. Sollen sie doch diejenigen gewesen sein, die für den Wunsch nach einer prowestlichen Ukraine ihr Leben durch Polizeikugeln des Janukowitsch-Regimes verloren haben.

Zweifel an dieser eindimensionalen Darstellung der Vorgänge hatte es schon rasch gegeben. Nicht nur deshalb, weil auch auf seiten der Polizei etliche Todesopfer zu beklagen waren. Bereits 14 Tage nach den blutigen Ereignissen kam ein Telefongespräch zwischen der damaligen EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem damaligen estnischen Außenminister an die Öffentlichkeit. Darin berichtete dieser, die leitende Ärztin des Rettungsdienstes des Maidan, Olga Bogomolez, habe ihm mitgeteilt, in den Leichnamen von Opfern beider Seiten seien gleichartige Projektile gefunden ...

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