20.02.2015 / Inland / Seite 2

»Öffentliche Kassen werden systematisch angezapft«

In Sachsen gibt es relativ wenig Christen — dennoch kassierten die Kirchen seit 1993 über 403 Millionen Euro. Gespräch mit André Schollbach

Markus Bernhardt

 André Schollbach (Die Linke) ist seit 2014 Mitglied des sächsischen Landtags und seit 2007 Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Dresdner Stadtrat

Sie haben durch parlamentarische Anfragen an die sächsische Staatsregierung herausgefunden, dass die Staatsleistungen des Freistaates an die christlichen Kirchen im vergangenen Jahr ein Rekordniveau erreicht haben. Wieviel Geld haben diese Religionsgemeinschaften kassiert?

Seit geraumer Zeit und in erheblichem Umfang sprudelt staatliches Geld in die kirchlichen Kassen. So erhielten die Evangelischen Kirchen und die Katholische Kirche allein in Sachsen für das Jahr 2014 über 23,8 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt. Ein Jahr zuvor waren es 22,5 Millionen Euro. Seit der erstmaligen Zahlung von Staatsleistungen an die Kirchen im Jahr 1993 haben sich die jährlichen Zahlungen nahezu verdoppelt. Damals wurden 13,2 Millionen Euro an die Kirchen gegeben. Seit 1993 erhielten sie aus der sächsischen Staatskasse ...

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