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20.02.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Venezuela gibt ein schlechtes Beispiel«

USA spielen die führende Rolle bei Kampagne gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro. Doch die Lage im Land ist ruhig. Ein Gespräch mit Calixto Ortega

André Scheer

Calixto Ortega ist Vizeaußenminister der Bolivarischen Republik Venezuela

Die Nachrichten, die wir derzeit aus Venezuela erhalten, sind besorgniserregend. Es gibt wirtschaftliche Probleme und Berichte über Putschversuche. Wie stellt sich die Lage aus Ihrer Sicht dar?

Es gibt zwei Punkte, die meiner Ansicht nach zentral sind: das Erdöl und die Ausübung unserer politischen Souveränität. Seit 1999, als Hugo Chávez das Präsidentenamt antrat, haben sich in Venezuela radikale Veränderungen vollzogen. Dagegen richtet sich ein internationaler Medienkrieg, denn Venezuela verfügt mit 300 Milliarden Barrel Erdöl in einem Gebiet, das Orinoco-Gürtel genannt wird und etwa doppelt so groß ist wie Belgien, über die größten Erdölreserven des Planeten. Hinzu kommen Vorkommen in Zulia, im Osten des Landes und unter dem Meer. Früher wurden diese Reserven von den transnationalen, vor allem nordamerikanischen Ölkonzernen ausgebeutet, die besser über die Rohstoffvorkommen Venez...

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