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19.02.2015 / Inland / Seite 4

Ohne Tabus

Ursula von der Leyen lässt ein neues »Weißbuch« für die Bundeswehr erstellen. Zuvor wird sich der eigenen Größe versichert

Michael Merz

Eines wurde überdeutlich beim Auftakt zur Erstellung des neuen Grundlagenpapiers über die Zukunft der Bundeswehr: die schleichende Militarisierung im gesellschaftlichen Diskurs der vergangenen Dekade. Das Mantra, immer mehr Waffen in die Welt zu schicken und deutsche Soldaten hinterher – verpackt in wohlfeile Worte von »Verantwortung« und »humanitärer Hilfe« – hat sich derartig verselbständigt, dass ein Gewöhnungseffekt nicht abzustreiten ist. Bis hin zur Tatsache, dass Deutschland während der Konferenz am Dienstag, die die Arbeiten zum »Weißbuch« einleiten sollte, von einem Referenten als »mittlere Großmacht« bezeichnet wurde. So etwas löste in den Reihen der versammelten Uniformträger zwar ein leichtes Raunen aus, mehr aber auch nicht.

2016 soll das neue »strategische Grundlagendokument«, wie es Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen charakterisierte, erscheinen. 2006 wurde es letztmalig veröffentlicht, ausgetüftelt in der damaligen gr...

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