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18.02.2015 / Antifa / Seite 15

Streit um Trennschärfe

Zwischen Dimitroff und moralischem Werturteil: Linke debattieren, ob der Islamismus als faschistisch bezeichnet werden kann

Florian Osuch

Ein Debattenbeitrag in der aktuellen Winterausgabe des Antifa Infoblatts befasst sich mit der Frage, ob Islamismus oder die Miliz »Islamischer Staat« (IS) als faschistisch bezeichnet werden können. Nach Auffassung des Autors Volker Weiß weisen Islamismus und Faschismus »historisch, ideologisch und strukturell deutliche Parallelen auf«. Beide Bewegungen seien zeitlich nah beieinanderliegend entstanden, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sowohl Faschismus als auch Islamismus stellen demnach einen krisenhaft gewordenen Radikalkonservatismus dar, der sich mit den Mitteln der Moderne gegen die Moderne stellt. Beide ähnelten sich in Politikstil, Massenagitation, Führerkult und Gewaltfetisch. Dem Islamismus sei der Dschihad, was dem Faschismus der permanente Ausnahmezustand sei. Auf den IS lasse sich »der Begriff Faschismus durchaus anwenden«.

Bisher waren es im deutschsprachigen Raum eher Autoren der neuen Rechten, etwa beim Politblog Pi-News (»Politically incorre...

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