16.02.2015 / Inland / Seite 4

Absage an Opfermythos

Rechte missbrauchen Jahrestage von Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg. Proteste dagegen in mehreren Städten

Markus Bernhardt

In mehreren bundesdeutschen Städten sind am Wochenende Neofaschisten aufmarschiert, um den 70. Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13. Februar durch die Alliierten für ihre Propaganda von einem ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung gerichteten »Bombenholocaust« zu missbrauchen. Während es am Freitag selbst in der sächsischen Landeshauptstadt zu keiner Kundgebung der extremen Rechten kam, hatten diese für Sonntag – nach jW-Redaktionsschluss – zu einem Aufmarsch aufgerufen. Erst am Freitag abend war eine Anmeldung für eine Demonstration mit 300 Teilnehmern bei den Behörden eingegangen. Das antifaschistische Bündnis »Dresden nazifrei« hatte daraufhin zu Protesten gegen die neuerliche Provokation der Neonazis und wie bereits in den Vorjahren auch zu Blockadeaktionen aufgerufen.

Bereits am 13. Februar hatten mehrere hundert Menschen in Dresden an die Bombardierung der Elbmetropole erinnert. Auch Bundespräsident Joachim Gauck (siehe jW vom 14./15.2.)...

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