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16.02.2015 / Thema / Seite 12

Armes reiches Nigeria

Das westafrikanische Land sitzt auf reichhaltigen Erdölvorkommen. Deren Ausbeutung kommt der Bevölkerung nicht zugute. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Rohstoffs »versickern« im Staatsapparat

Theo Wentzke

Mit der islamistischen Miliz Boko Haram hat die Welt eine neue Schreckensgestalt im Herzen Afrikas kennengelernt, die nicht nur für zahlreiche Opfer und jede Menge Zerstörung im Norden Nigerias, sondern auch für weltweites Entsetzen sorgt. Inzwischen hat Boko Haram weite Teile der Region unter ihre Kontrolle gebracht. Sie schlägt auch jenseits der Grenzen zu und liefert sich Schlachten mit Soldaten aus Kamerun, Niger und Tschad. In Fernsehreportagen und Amnesty-International-Berichten erfährt man vom nicht minder wüsten Vorgehen der zur Bekämpfung der Islamisten eingesetzten nigerianischen Armee, von der die Ortsansässigen ebenso terrorisiert werden. In dem Zusammenhang wird auch von bitterster Armut in der Region berichtet, von »grassierender Korruption« unter den Politikern vor Ort, in der Hauptstadt und überhaupt im ganzen Land. In alledem sieht die hiesige Öffentlichkeit ein besorgniserregendes Zeichen dafür, dass ein weiterer Staat in Schwarzafrika »...

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