Der Schwarze Kanal
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13.02.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Am Abgrund

Die ukrainische Volkswirtschaft steht kurz vor dem Kollaps. Die Rechnung soll die Bevölkerung bezahlen

Reinhard Lauterbach

Die Zahlen, die die westliche Wirtschaftspresse Anfang dieses Monats über die Ukraine veröffentlichte, sind alarmierend. Die Devisenreserven des Landes betrügen noch etwas über sechs Milliarden US-Dollar, schrieb die US-Zeitschrift Forbes am Montag. Das entspreche dem Gegenwert der Importe über fünf Wochen. Die Landeswährung Griwna steht inzwischen mit 26 pro US-Dollar auf einem Drittel des Werts, den sie vor dem Euromaidan hatte; allein am 5. Februar schmierte sie um 30 Prozent ab, nachdem die Nationalbank erklärt hatte, keine Devisenauktionen mehr abzuhalten. Das nährte bei den Händlern die Furcht, es könne schon bald in der Ukraine physisch keine Dollars oder Euros mehr geben und verstärkte den Run aus der Griwna.

Der aktuelle Währungsverfall mag auch spekulative Ursachen haben. Aber hier werden allenfalls fundamentale Schwächen der ukrainischen Volkswirtschaft übertrieben. Selbst die Regierung Jazenjuk räumt ein, dass der Krieg im Donbass – abge...

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