06.02.2015 / Titel / Seite 1

NATO-Doppelbeschluss

Vormittag: Aufstockung der schnellen Eingreiftruppe gegen Russland. Mittag: Merkel und Hollande wollen in Kiew und Moskau politische Lösung erreichen.

Arnold Schölzel

Erst aufrüsten, dann beschwichtigen: Am Donnerstag vormittag besiegelten die NATO-Verteidigungsminister formell die im Herbst 2014 beschlossene Ostverlagerung und Aufstockung der gegen Russland gerichteten schnellen Eingreiftruppe des Militärpaktes. Am Mittag teilten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande mit, dass sie auf Krisendiplomatie setzen und in Kiew und Moskau Gesprächen führen wollen.

Bei der Vergrößerung der NATO-Eingreifruppe bleibt es aber. Sie soll statt 13.000 nun 30.000 Soldaten umfassen, wovon 5.000 bis 7.000 eine sogenannte Speerspitze bilden sollen. Sie soll ab 2016 einsatzfähig sein und innerhalb von zwei bis drei Tagen in Konfliktregionen geschickt werden können. In diesem Jahr wird das neue Konzept getestet. Deutschland spielt dabei eine Führungsrolle: In der Testversion stellt die Bundeswehr 2.000 der 5.000 Soldaten – auch an der »Ostfront«. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ...

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