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03.02.2015 / Inland / Seite 8

»Wir müssen verhindern, dass diese Leute Einfluss erhalten«

Rassistische Stimmungsmache nimmt auch in der Homoszene zu. Ein Gespräch mit Frank Laubenburg

Markus Bernhardt

Frank Laubenburg engagiert sich seit über 30 Jahren in der linken Homobewegung. Er ist Sprecher der »Landesarbeitsgemeinschaft Queer« der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen

 

In der schwul-lesbischen Szene kommt es aktuell immer wieder zu rassistischen und vor allem antimuslimischen Hasstiraden. Sind Homosexuelle besonders anfällig für rechte Propaganda?

Nein, nicht anfälliger, es ist nur auffälliger. Viele Linke hängen ja immer noch der Illusion hinterher, dass Schwule aufgrund eigener Diskriminierungserfahrungen fortschrittlicher und unempfänglich für rassistische Propaganda seien. Aber spätestens seit Mitte der 1990er Jahre treten eben auch konservative und rechte Schwule offen als Schwule auf; sie nutzen die von Linken erkämpften Freiräume. In Berlin gibt es das von Schwulen betriebene vermeintliche Anti-Gewalt-Projekt »Maneo«, das immer wieder unhaltbare Statistiken veröffentlicht hat, denen zufolge Schwule vor allem unter der Gewalt von Migranten ...

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