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02.02.2015 / Feuilleton / Seite 11

»Das hat System«

Viele reden von Religionskritik, aber niemand vom Religionsunterricht. Ein Gespräch mit Rainer Ponitka

Reinhard Jellen

KASTEN: Rainer Ponitka, Jahrgang 1965, ist Pressesprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten in Nordrhein-Westfalen. 2013 veröffentlichte er im Alibri Verlag den Ratgeber »Konfessionslos in der Schule«

 

Warum gibt es in einem zumindest alltagssäkularisierten Staat wie Deutschland überhaupt noch Religionsunterricht?

Die Aufsicht über die öffentliche Schule gelangte erst mit der Weimarer Reichsverfassung, das heißt mit der Abschaffung der Staatskirche, in die Hand einer weltlichen Behörde. Die Länder Hamburg, Sachsen und Bremen schafften den Religionsunterricht 1918/19 komplett ab, und Bayern hob 1919 die geistliche Schulaufsicht auf. Diese von der Bevölkerung der entsprechenden Länder getragenen Neuerungen fanden leider keinen Eingang in die Reichsverfassung – auf vehementen Protest gerade der Großkirchen fand sich der Religionsunterricht als »ordentliches Lehrfach« wieder. 1933 bekräftigten Papst Pius XI. und Adolf Hitler...

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