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27.01.2015 / Inland / Seite 2

»Immer noch ein gewaltiger Nachholbedarf«

Sexueller Missbrauch von Kindern: Die Öffentlichkeit ist zumindest aufmerksamer geworden. Ein Gespräch mit Johannes-Wilhelm Rörig

Peter Wolter

Johannes-Wilhelm Rörig ist »Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs«

Es ist jetzt fünf Jahre her, dass ein Bericht über Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg eine Lawine ähnlicher Enthüllungen auslöste. Seitdem ist darüber viel geredet und auch geschrieben worden – aber was hat sich wirklich getan?

 2010 haben erstmals erwachsene Männer öffentlich ihr Schweigen gebrochen und ein mutiger Kirchenmann, Pater Mertes vom Berliner Canisius-Kolleg, hat öffentlich Missbrauchsfälle in der Vergangenheit an seiner Schule eingestanden. Seither ist die Gesellschaft sensibler geworden, Sexualverbrechen an Mädchen und Jungen sind verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Fachkräfte beispielsweise in Kitas und Schulen sind heute aufmerksamer Auch bei den Sportvereinen kann man das feststellen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch immer in sehr, sehr vielen Einrichtungen keine Schutzkonzepte und insbesond...

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