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27.01.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Hellas am Scheideweg

Nicht lediglich das »Armenhaus« Europas: Wahlsieg der Linken bietet auch ökonomisch Chancen, nationale Souveränität zurückzugewinnen

Rainer Rupp

Griechenland steht am Scheideweg. Nachdem der Sieg seiner Partei nicht mehr aufzuhalten war, hatte Syriza-Chef Alexis Tsipras noch Sonntag nacht erklärt, nun sei die brutale Verarmungspolitik, die die Hellenen in den vergangenen Jahren aufgezwungen worden war, zu Ende. Die Schuldigen für den wirtschaftlichen und sozialen Absturz seines Landes sieht der neue Regierungschef Berlin, Brüssel und der Troika, in dieser Reihenfolge. Letztere besteht aus Vertretern von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB). Mit dem Wahlergebnis aber habe das Land eine neue Seite in seiner Geschichte aufgeschlagen, so Tsipras. Er denke nicht daran, sich an die von den früheren Regierungen unterschriebenen Abkommen mit der Troika über wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen und Rückzahlungsmodalitäten zu halten.

Zur Erinnerung: Die von Brüssel aus öffentlichen Kassen gezahlten und als »Griechenland-Hilfe« deklarierten Kredite in Höhe von Hund...

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