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27.01.2015 / Feuilleton / Seite 10

Die Tänze gehen weiter

Die niederländischen Behörden wollten ein Konzert der linken türkischen Band Grup Yorum verbieten

Sükriye Akar

Am vergangenen Wochenende hätte Grup Yorum, eine der bekanntesten revolutionären Bands der Türkei, in den Niederlanden auftreten sollen. Fans hatten bereits Karten erworben, das Konzert war lange angekündigt und hätte in Amersfoort, der zweitgrößten Stadt der Provinz Utrecht, stattfinden sollen. Das schien zunächst kein Problem zu sein, was durchaus erwähnenswert ist, weil Grup-Yorum-Konzerte immer wieder staatlicher Repression ausgesetzt sind, auch außerhalb der Türkei. Doch dann schalteten sich der niederländische Geheimdienst und die örtliche Polizei ein und übten dem Vernehmen nach Druck auf die Stadtverwaltung in Amersfoort aus, das Konzert als ein vermeintliches Sicherheitsrisiko abzusagen.

Doch die Veranstalter reagierten flexibel und fanden einen anderen Ort für das Konzert des zwölfköpfigen Kollektivs aus Istanbul. Für das Anmieten einer Konzerthalle in Rotterdam h...

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