26.01.2015 / Inland / Seite 4

»Endgame« in Erfurt

»Pegada«: Truther, Hooligans und Neonazis demonstrieren in Erfurter Innenstadt. Übergriffe auf Gegendemonstranten.

John Lütten, Erfurt

Was für ein bizarres Schauspiel: Rund 450 Anhänger der sogenannten Truther-Szene (die die offizielle Version des »11. September« bezweifelt), Hooligans, Neonazis, aber auch friedensbewegte Bürger haben am Samstag unter dem Motto »Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas«, kurz »Endgame«, in der Erfurter Innenstadt demonstriert. Eine Gruppe namens »Patriotische Europäer gegen die Amerikanisierung des Abendlandes«, abgekürzt »Pegada«, hatte zur Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz inklusive Demonstration aufgerufen, die »Hooligans gegen Salafisten« hatten ebenfalls mobilisiert. Antifaschisten organisierten Gegenproteste, und ca. 300 Aktivisten versuchten, die »Endgame«-Demonstration zu blockieren. Die Polizei löste Blockaden auf und setzte Pfefferspray ein.

Initiiert wurde das »Endgame« maßgeblich von den »Montagsmahnwachen«-Aktivisten Frank Geppert aus Halle, Konstantin Stößel aus Erfurt sowie Stephane Simon aus Leipzig. Letzterer machte in ...

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