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24.01.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Der Euro und ein Nachsatz zur Schweiz

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) und die sie tragenden nationalen Notenbanken nun in großem Stil Staatsanleihen kaufen, sinkt am Devisenmarkt der Euro-Kurs. Warum? Weil, so behaupten einige schlaue Köpfe, dadurch mehr Euro in Umlauf geraten würde und der dadurch weniger wert sei (verglichen mit Dollar, Pfund, Yen und Schweizer Franken). Beides ist nur unter bestimmten Umständen richtig. Geld entsteht, wenn die Notenbank die Anleihen von Unternehmen, Fonds oder anderen Nichtbanken kauft, oder, was der Regelfall ist, Banken Kredite vergeben. Dass die Banken mehr Kredite vergeben, ist zwar eines der Ziele des Kaufprogramms, aber wie uns (oft dieselben) schlauen Köpfe belehren, ist völlig offen, ob das auch geschieht. Zweitens trifft es nur unter einigen heroischen Annahmen zu, dass der Wert einer Währung mit steigender Menge dieses spezifischen Geldes sinkt. Diese Geldmengentheorie ist im allgemeinen eben falsch.

Der Euro ist aber – so ...

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