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24.01.2015 / Ausland / Seite 6

Todesfall schafft Verwirrung

Der Fall des tot aufgefundenen Staatsanwaltes bewegt weiter die argentinische Öffentlichkeit

Gaby Weber/Buenos Aires

Als Alberto Nisman einen Tag vor seinem geplanten Auftritt im Kongress durch einen Kopfschuss getötet aufgefunden wurde, war sofort die Rede von der »Handschrift der Mafia«, in den Medien wird nach wie vor viel über die Umstände seines Todes gemutmaßt.

Ein »heldenhafter Kämpfer für Gerechtigkeit« war Nisman gewiss nicht. Über zehn Jahre lang leitete er die Ermittlungen bezüglich des AMIA-Attentates (siehe jW-Thema vom 18. Juli 2014). Seit sieben Jahren warten die Hinterbliebenen auf die Eröffnung des Strafprozesses gegen Expräsident Carlos Menem, gegen Geheimdienstler und den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Rubén Beraja. Ihnen wird Vertuschung vorgeworfen. Nisman ist mitverantwortlich, dass dafür bis heute kein Termin anberaumt wurde. Schon lange sind die Wikileaks-Dokumente bekannt, denen zu entnehmen ist, dass er in der US-Botschaft ein und aus ging, zusammen mit dem langjährigen Geheimdienstchef Antonio Stiusso. Aus der Botschaft kam die Order, si...

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