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22.01.2015 / Inland / Seite 5

Mangel im Überfluss

Bildungsforscher warnt vor dramatischen Personalengpässen an Schulen in naturwissenschaftlichen und Technikfächern. Kritiker beklagen Fehlsteuerungen im System.

Ralf Wurzbacher

Alarm im Klassenzimmer – Deutschlands Schulen gehen die Lehrer aus. Nach einer neuen Studie zeichnet sich vor allem in den Naturwissenschaften ein massiver Mangel an Pädagogen ab. In Nordrhein-Westfalen (NRW) könnte sich ihre Zahl in manchen Fächern bis 2025 halbiert haben, warnt der Essener Bildungsforscher Klaus Klemm. Ähnlich schlecht fällt seine Prognose für den Rest der Republik aus. Abhilfe verspricht er sich durch eine Senkung der Studienabbruchquoten und bei Mädchen größere Technikbegeisterung. Die politisch Verantwortlichen sparen derweil lieber weiter am Nachwuchs.

Wie das läuft, zeigte sich etwa in Bayern zum Schuljahresbeginn 2014. Damals blieben 5.300 erfolgreich ausgebildete Pädagogen beim Gerangel um die knappen Plätze auf der Strecke. Laut Staatsregierung bestehe ein »erhebliches Überangebot an Bewerbern«, das bald »noch erheblich anwachsen« werde. Eine vergleichbare Entwicklung gibt es in einer Reihe anderer Bundesländer, beispielsw...

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