Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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14.01.2015 / Inland / Seite 2

»Im Namen der Freiheit wird weiter gemordet«

Bei der »Solidarität« von Regierungschefs mit den Opfern der Pariser Terroranschläge ist sehr viel Heuchelei im Spiel. Ein Gespräch mit Albrecht Müller

Ralf Wurzbacher

Albrecht Müller war einst Planungschef der Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt (beide SPD) und ist heute Herausgeber des politik- und medienkritischen Webportals NachDenkSeiten.de

Am Sonntag sind 1,5 Millionen Menschen aus Solidarität mit den Opfern der Terroranschläge auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo durch die Straßen von Paris marschiert. Ihre Stellungnahmen dazu auf den NachDenkSeiten legen den Anschein nahe, als freute Sie das nur bedingt. Warum?

Natürlich fand ich es gut, dass so viele Menschen der Opfer gedacht haben. Ich mache mir aber Sorgen, dass diese Demonstration für etwas missbraucht wird, das dem Anliegen der übergroßen Mehrheit der Beteiligten in Wahrheit zuwiderläuft. Denn in den Köpfen bleibt doch vor allem hängen: »Wir sind die Guten.« Man feiert die sogenannten westlichen, freiheitlichen, demokratischen Werte, während im Namen von Freiheit und Demokratie weltweit gemordet, gefoltert und Krieg geführt wird. Viele der S...

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