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14.01.2015 / Titel / Seite 1

Foltern wie gehabt

Komitee des Europarats erhebt Vorwürfe wegen der Misshandlung von Gefangenen in der Ukraine

Reinhard Lauterbach

Das Antifolterkomitee des Europarats hat ähnlich wie in früheren Jahren schwere Vorwürfe gegen Bedienstete des ukrainischen Strafvollzuges erhoben. Bei zwei Besuchen in Strafkolonien im Gebiet Charkiw im September 2014 hätten Gefangene über verschiedene Formen körperlicher Misshandlung und Erniedrigung berichtet, schreibt das Komitee in der jetzt im Netz veröffentlichten vorläufigen Fassung seines Berichts.

Zu den Misshandlungen der Gefangenen gehörten demnach stundenlange Prügelorgien, anale Vergewaltigungen mit Hilfe von Schlagstöcken, Einschnüren des Unterleibs bis zur Entleerung des Darms und das Traktieren der Opfer durch Bespritzen mit Wasser unter hohem Druck. Der Bericht bezeichnet die gemeldeten Misshandlungen als Einzelfälle, notiert aber, dass sie zumindest teilweise unter Beteiligung hochrangiger Bediensteter der Strafkolonien verübt worden seien. In der Sprache der Diplomatie heißt es in dem Report: »Die Delegation hat den bestimmten Eindruck...

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