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13.01.2015 / Ausland / Seite 6

Erzbischof Romero geehrt

Papst erkennt von Todesschwadron ermordeten Befreiungstheologe als Märtyrer an

Gerhard Feldbauer

Jorge Mario Bergoglio, auch bekannt als Papst Franziskus, will in seiner zwischen reaktionärem Erbe und Öffnung zu Reformen lavierenden Politik offensichtlich ein weiteres Zeichen des Fortschritts setzen. Der Theologenrat der Heiligsprechungskongregation erkannte am Wochenende den im März 1980 von einer faschistischen Bande der Todesschwadron »Excuadron de la Muerte« ermordeten, damals 63jährigen Erzbischof von San Salvador, Óscar Arnulfo Romero y Galdámez, als Märtyrer an.

Mit Romero wird ein engagierter Begründer der in Lateinamerika noch heute lebendigen Befreiungstheologie geehrt. Die Erklärung verschweigt das. Sie begründet die Würdigung damit, dass Romero von den Squadroni della morte »aus Hass auf den Glauben« getötet wurde. Die Ehrung stellt die Vorstufe zur Beatifikation (Seligsprechung) dar, die wiederum Voraussetzung für eine Kanonisation (Heiligsprechung) ist.

Einem Bericht der Zeitung Avvenire, dem Organ der italienischen Bischofskonferenz, w...

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