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06.01.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Unmoralische Angebote

Partnerschaft statt Unterwerfung: Moskaus EU-Botschafter wirbt in Brüssel für Zusammenarbeit mit der neugegründeten Eurasischen Wirtschaftsunion.

Rainer Rupp

Die Wirtschafts- und Finanzblockade des Westens gegen Russland geht nach hinten los. Langsam, aber sicher beginnt man das in der EU herauszufinden. Während dies den Deutschen spät dämmerte – zum ersten Mal wurde derartiges gegen Ende 2014 zaghaft geäußert, als auch die hiesige Wirtschaft wieder einen Schwächeanfall zeigte und drohte, in die Rezession abzugleiten –, hatten die Vertreter anderer Länder bessere Sicht. Und nicht nur das, sondern auch weniger Angst als die Merkel-Regierung, dies offen auszusprechen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Interview von Romano Prodi in der Tageszeitung Il Messaggero. Darin stellt der ehemalige italienische Regierungschef und Expräsident der Europäischen Kommission fest, dass »die schwächere russische Wirtschaft für Italien äußerst kostspielig ist«.

Der Preissturz an den internationalen Energiemärkten habe zwar den positiven Effekt, dass italienische Verbraucher weniger für Kraftstoffe zahlten, aber die...

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